Dienstag – Donnerstag von 11:00 - 24:00 Uhr
Freitag von 11:00 - 2:00 Uhr
Samstag von 9:00 - 2:00 Uhr
Sonn- und Feiertage von 9:00 - 24:00 Uhr
Chiara Malz ist Hauptkommissarin der Bundespolizei, die nationale Bekanntheit und Relevanz erlangte, weil sie gleichzeitig als aktive Unterstützerin der Klimaschutzgruppe „Letzte Generation“ auftritt. Innerhalb der Bewegung übernahm sie federführend die Koordination der Arbeitsgruppe „Polizeinetzwerk“, um den Dialog und die Deeskalation zwischen Aktivisten und Einsatzkräften zu fördern.
Hannah Lübbert ist Klimaaktivistin und Politikwissenschaftlerin. Auf einen Post von ihr antwortete Polizistin Chiara und ahnt nichts von den Folgen. Was ein digitaler Schlagabtausch unter vielen hätte bleiben können, wird zum Beginn einer Freundschaft und eines gemeinsamen Engagements. Während Hannah das Misstrauen der Aktivist*innen entgegenschlägt, trifft es Polizistin Chiara knüppelhart: Ihr Dienstherr eröffnet ein Disziplinarverfahren, der eine bis heute andauernde juristische Auseinandersetzung um die Grenzen zwischen Meinungsfreiheit und Neutralitätspflicht folgte.
Auf Einladung von Gernot Kallweit für sein Format „Bemerkenswerte und mutige Frauen in Koblenz“ nehmen uns Chiara und Hannah bei einer gemeinsamen Lesung mit in den Polizeialltag an den Grenzen, zu den Kämpfen um Klimagerechtigkeit und analysieren, was die Missstände unserer Zeit antreibt. Ein mitreißender Blick hinter die Kulissen.
Ein Plädoyer, Gesellschaft neu zu denken und ein Dialog über Perspektiven, die eigentlich widersprüchlicher kaum sein könnten, aber immer einem gemeinsamen Ziel folgen: die Überwindung zunehmender gesellschaftlicher Spaltungen und die Bewältigung struktureller Krisen. Persönlicher Einsatz, ehrliche Reflexion und eine direkte menschliche Nähe sind dabei der oft der wichtigere Schlüssel, um Ursachen zu erkennen und Lösungen zu finden als Regeln, Verordnungen und politische Prozesse. Persönlicher Einsatz dagegen schafft echtes Vertrauen und bewegt Menschen direkt.
Lesung mit Einladung zum anschließenden Dialog, Mittwoch, 10. September, 20.00 Uhr
Kaffeewirtschaft Koblenz, Im Paradies 1 Eintritt frei gegen Spende.
Als eines der erfolgreichsten Live-Comedy-Formate Deutschlands präsentiert sich die Komische Nacht in den schönsten Cafés, Bars und Restaurants der jeweiligen Stadt. Die Gäste erleben bei diesem einzigartigen Showkonzept einen ausgelassenen Abend mit bester Unterhaltung durch verschiedene Comedy-, Kabarett- und auch Zauberkünstler*innen.
Bis zu fünf hochkarätige Comedyacts kann man insgesamt an diesem Abend live erleben. Soviel Spass bekommt man sonst bei keiner anderen Comedyshow für sein hart verdientes Geld. Das Beste ist, die Gäste bleiben in ihrem Lieblingslokal sitzen, während die Showacts zwischen den Auftrittsorten rotieren - Comedy-Marathon für die Künstler*innen und gemütlicher Spaß für die Gäste.
In Zusammenarbeit mit mehreren Gastronomen, präsentiert die Agentur MITUNSKANNMAN.REDEN. an einem Abend so verschiedene Comedians und andere Spaßmacher*innen, die ihr Publikum abwechslungsreich und kurzweilig durch den Abend begleiten. Bekannt durch Auftritte im Quatsch Comedy Club, bei Nightwash und der Komischen Nacht, garantieren die Künstler*innen einen gelungenen Abend in geselliger Runde bei Essen und Trinken.
Bei der 4. Komische Nacht Koblenz treten die Künstler*innen Falk Schug, Laura Brümmer, Markus Barth, Nick Duschek, Robert Alan, Schlongonges hier auf: Altes Brauhaus Mülheim-Kärlich, Cafe Einstein, Eventschiff La Paloma, SAPHIR Koblenz, Kaffeewirtschaft, Kulturfabrik Koblenz.
Karten für dieses Comedy-Highlight gibt es ab sofort im Internet unter www.komische-nacht.de. Die Veranstaltung beginnt um 19:30 Uhr, der Einlass erfolgt ab ca. 18:00 Uhr.
Die beteiligten Künstler*innen:
Falk Schug
Provokant, aber immer mit viel Sensibilität, Einfühlungsvermögen und einer großen Portion Humor widmet sich Falk Schug in seiner Comedy diversen Themen der heutigen Gesellschaft. Die Shows sind durch
die Improvisation immer für eine Überraschung gut.
https://www.falkschug.de
Laura Brümmer
Comedy ist eine Kunstform, die oft durch die unterschiedlichsten Talente entsteht. Für Laura Brümmer ist dies ihre Beobachtungsgabe und ihr scharfer Sinn für Humor.
https://laura-bruemmer.de/
Markus Barth
Der größte Vorteil im Leben eines Standup-Comedians? Egal was dir passiert, jede Glückssträhne und jede Katastrophe - irgendwann wird eine fulminante Bühnennummer draus. Pures Gold eben! Und so holt
Markus Barth in seiner neuen Liveshow die Schaufel raus und gräbt nach den Nuggets.
https://www.markus-barth.de
Nick Duschek
Nick Duschek ist hauptberufich Nick Duschek und damit völlig überfordert. Der Bonner Comedianspürt die Komik aus alltäglichem auf und serviert sie trocken und mit einem Augenzwinkern. Aus seiner
Feder stammen Sätze wie: „Gefängnisse sind einfach nur sehr schwere Escape-Rooms“. Wem Nick Duschek gefällt, dem gefallen auch kernige Haferfocken.
http://www.nickduschek.de/
Robert Alan
Robert Alan kam in einer Hüpfburg zur Welt.Seine Mutter ist der Urknall.Sein Vater taub.Robert Alan wollte immer schon Comedian werden.Lang bevor er sprechen konnte, hat er seine ersten Gags
erzählt...die hat damals aber auch schon keiner verstanden
https://www.robertalan.de
Schlongonges
Die Aschaffenburgerin Lisa-Marie Fritz aka Schlongonges ist wie der Künstler-Name schon sagt, eine alleinstehende Power-Maschine die in ihren mitreißenden Geschichten schon öfter den Faden verloren
hat, als deine Oma in ihrer gesamten Stricklaufbahn. Sie selbst spricht von sich gerne als lebendige „Themaverfehlung“. Ob das bei ihr dann auch tatsächlich Programm ist? Das erfährt nur, wer sie
selbst live on Stage erlebt. Eines ist aber auf jeden Fall jetzt schon sicher. Ein Abend mit Schlongonges wird sagenhaft!
https://www.schlongonges.de/#%C3%BCberschlongonges
Veranstalter: MITUNSKANNMAN.REDEN. GmbH &
Co.KG
Bewerbungen bitte an [email protected], über Instagram:
@kaffeewirtschaft,
oder frage direkt im Retaurant nach!
Kaffeewirtschaft GmbH | Münzplatz 14 | 56068 Koblenz
Ihre Kaffeewirtschaft-Familie – Ihr David Maria Richard
Für den Bruchteil einer Sekunde fällt Licht durch das Objektiv der Kamera. Mit einem metallischen Klicken wird die Filmspule weitergedreht und durch den Auslöser ein weiterer Augenblick, ein Objekt, eine Stimmung auf das lichtempfindliche Aufnahmemedium gebannt. Doch erst in der Dunkelkammer kann das Bild vergrößert und auf dem Fotopapier sichtbar gemacht werden. Die Atmosphäre im roten Licht des Fotolabors, wenn plötzlich Umrisse auf dem Papier im Entwicklerbad auftauchen und die Aufnahme Formen annimmt, hat schon etwas Magisches an sich.
Kein Wunder, dass viele Studierende am Campus Koblenz von der handwerklichen Herausforderung analoger Fotografie fasziniert sind. Dr. Martin Lilkendey lehrt am Institut für Kunstwissenschaft und bietet diesen Studierenden die Möglichkeit, sich von Polaroid über die Camera obscura bis zum Nassplatten-Verfahren auszuprobieren. „In der analogen Fotografie wird man gezwungen, Fehler zu machen. Die experimentelle Herangehensweise hilft den Studierenden, einen ganz eigenen Stil und künstlerische Ausdrucksfähigkeit zu entwickeln“, verrät er.
„Keiner von uns steht morgens gephotoshopt auf.“
Das Verfahren ist auch mit wenigen Vorkenntnissen technisch nachvollziehbar und doch komplex in der Umsetzung. Analoge Fotografie ist irgendwie greifbar. Sich auszuprobieren, mit Unschärfe zu spielen, jedes Bild wertzuschätzen, die Studierenden kommen regelrecht ins Schwärmen, wenn sie von ihren Erfahrungen berichten. Kulturwissenschaftsstudentin Katharina Köhler berichtet etwa von ersten Berührungspunkten mit analoger Fotografie, als sie mit einer Freundin durch Brasilien reiste: „Durch die Möglichkeit der Digitalfotografie sind wir es gewohnt, mit einer Flut von Bildern aus dem Urlaub zurückzukommen, die wir uns vielleicht nie wieder ansehen. Den Auslöser der analogen Kamera drücke ich viel gezielter und nehme den Moment ganz bewusst wahr.“ Charlotte Fischer und Rouven Welschbach ergänzen: „Zum einen sind die Fotos für uns wertiger, wir haben Zeit und Geld investiert, zum anderen sind sie charismatischer und authentischer, denn keiner von uns steht morgens gephotoshopt auf.“
Die Koblenzer Altstadt in morbider Stimmung
Diese harte, nicht gephotoshopte Wirklichkeit schlägt dem Betrachter auch beim Anblick der ersten Aufnahmen des neuen Fotoprojektes entgegen. Gaststätten, in denen üblicherweise reges Treiben herrscht, Gläser klirren und Lachen die Räume mit Leben erfüllt, wirken wie ausgestorben. Die Fotografien zeigen hochgestellte Stühle, Staub, der sich auf den Fußboden legt, aufgetürmte Kontaktformulare des vergangenen Sommers, ein verstummter Flügel und einen Gastronomen, stellvertretend für viele andere, den der Lockdown an die Belastungsgrenze bringt. David Richard, der schon seit vielen Jahren Kunstprojekte der Uni Koblenz-Landau unterstützt, hatte die Idee, die morbide Stimmung fotografisch zu dokumentieren und auf die schwierige Lage der Koblenzer Gastronomieszene aufmerksam zu machen. „Die letzte Fotoausstellung der Studierenden konnte aufgrund der Corona-Pandemie nicht stattfinden, so haben wir nach Alternativen gesucht und die Idee war geboren.“ Der Koblenzer Gastronom berichtet weiter: „Ich habe im Nachhinein erfahren, dass es in Kölner Clubs ein ähnliches Projekt gegeben hat. Die meisten dieser Läden haben ihre Türen mittlerweile für immer geschlossen. Das zeigt die Dramatik der Situation.“
Das Koblenzer Projekt zeichnet sich unterdessen vor allem durch die engagierte Zusammenarbeit von Lehrenden, Studierenden und Akteur*innen der Gastronomieszene aus. „Es ist eine beklemmende Stimmung“, berichtet eine Studentin. Die Inhaber*innen sind besorgt und angespannt, sie reparieren und renovieren Gasträume und wissen nicht, wann sie die nächsten Gäste werden begrüßen können. Das Projekt scheint vielen aber auch das Gefühl zu geben, gehört und vor allem gesehen zu werden. „Einfach etwas anzugehen, etwas zu tun, wo man in dieser Situation doch wie gelähmt ist. Das hilft mir für meinen Kopf, nicht durchzudrehen“, gibt David Richard mit einem tiefen Seufzer zu verstehen. Auch die technische Umsetzung des Projektes zeichnet das Koblenzer Vorhaben aus. Die kontrastreichen Schwarz-Weiß-Aufnahmen verstärken das Gefühl der Distanz, mit der wir uns auf unbestimmte Zeit zurechtzufinden gezwungen sind.
Die analoge Fotografie steht sinnbildlich unserem digitalen Alltag gegenüber, der uns mehr denn je sozial voneinander distanziert. Die ersten praktischen Arbeiten von Martin Lilkendey in Zusammenarbeit mit der Kulturwissenschaftsstudentin Jasmin Rosenbach sind eindrücklich und zeugen davon, das Studieren in Koblenz mehr bedeutet, als Bücher zu wälzen. Bleibt zu hoffen, dass wir die vollständige Ausstellung im Frühjahr 2021 ganz analog und gemeinsam in der Koblenzer Altstadt werden bewundern können.
Münzplatz 14 | Paradies 1
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Tel.: 0261 9144702
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